Mittwoch, 29. November 2017

Messerattacken

In den ersten 5 Monaten dieses Jahres gab es in Deutschland nach Auswertung von Polizeiberichten 1.600 Messerattacken . Das waren 300 jeden Monat oder 10 jeden Tag. Nur die wenigsten schafften es in ddie überregionalen Medien. Darunter zwei, die besonders herausgestellt wurden: Die Attacken gegen die Kölner Oberbürgermeisterin und jüngst gegen den Bürgermeister von Altena. 
In diesem Zusammen hang fiel mir nachfolgender Artikel in die Hände.
Von A.R. Göhring
Altena und Oberhausen: Gute Opfer, schlechte Opfer? Richtige Täter, falsche Täter? 
Die politische Korrektheit, die bestimmte Minderheiten als nicht kritisierbare Heilige Kühe betrachtet und damit schwerwiegende oder gar tödliche Probleme ignoriert, führt medial wieder einmal seltsame Tänze auf.
Wie schon Anfang 2016, als die ansonsten so Sexismus-fixierten Medien die an Silvester massenhaft gezeigte Frauenverachtung mohammedanischer Männer zu vertuschen versuchte, werden aktuell wieder einmal die ideologisch „richtigen“ Verbrechen mit den „richtigen“ Tätern, medial gründlich behandelt. Weitaus schlimmere Verbrechen mit den „falschen“ Tätern und „schlechten“ Opfern werden hingegen bestenfalls regional und auch nur kurz abgehandelt.
Wie David Berger an dieser Stelle schon kommentierte, hat ein Asylkurs-Gegner in der sauerländischen Kleinstadt Altena (ca. 17.000 Einwohner) den örtlichen Bürgermeister mit einem Messer attackiert und leicht verletzt. Als Grund gab der Kriminelle an, BM Andreas Hollstein (CDU) würde mehr Asylbewerber in der kleinen Stadt aufnehmen als er muss, und um die eigenen Bürger würde er sich nicht kümmern.
Der Vorfall wurde von der Tagesschau gleich an erster Stelle genannt und von allen bundesweiten Medien den ganzen Tag herauf- und herunter berichtet. 
Die sonst zurückhaltende Merkel und natürlich der unvermeidliche Noch-Justizminister Heiko Maas waren sofort mit Betroffenheitsbekundungen zur Stelle. Die Linken-Politikerin Katja Kipping machte die AfD für den Anschlag verantwortlich.
Wissen Sie eigentlich, lieber Leser, von der fast zeitgleichen Messerattacke in Oberhausen? Nicht? Obwohl dort ein 20-jähriger Mann von drei Marokkanern getötet wurde, statt nur eine leichte Fleischwunde zu erhalten?
Nun, ich habe auch nur – fast zufällig – durch einen Tipp bei Facebook davon erfahren; Stunden nach der Information über den Messerstecher in Altena.
Was ist der Unterschied zwischen den beiden Taten, abgesehen von den krass unterschiedlichen Folgen für die beiden Opfer?
Nun – es liegt einzig an der Identität der Täter und Opfer in beiden Fällen. In Altena war das Opfer ein von Merkel ausgezeichneter Unterstützer der katastrophalen Asylpolitik (gutes Opfer), und der Täter war ein Feind der medial gut beleumundeten Merkelpolitik (guter Täter).
In Oberhausen war das Opfer allem Anschein nach ein anonymer Deutscher (schlechtes Opfer), und die Täter waren mohammedanische Immigranten (schlechte Täter).
Man muß wahrscheinlich schon froh sein, dass neben den örtlichen Blättern und Sendern wie RP und WDR der überregionale Focus davon berichtet.
Man las viel in den vergangenen zwei Jahren über Medienversagen und ideologische Scheuklappen der politischen Journalisten in Deutschland. Es wurde verschiedentlich Besserung gelobt. Der aktuelle Fall der zwei ungleichen Messerattacken zeigt: Es hat sich nichts geändert, und ohne wirtschaftlichen Druck wird sich auch nichts ändern. Daher kann man als mündiger Bürger nur hoffen, dass die GEZ bald abgeschafft wird und die versagenden Privatzeitungen derart viele Leser verlieren, dass sie umdenken müssen.
Inzwischen hat der zuständige Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli bereits am Dienstag der Presse mitgeteilt, dass Hintergrund der Tat auch der Umstand sein könnte, dass dem Täter das Wasser abgestellt sei, da das Haus, in dem er wohne,  zwangsversteigert worden sei. Und dass die Ermittler  von einer spontanen Tat ausgehen und dass der Täter wohl erst im Döner erkannt habe, dass der andere Kunde der Bürgermeister war.
War der Angriff also eine Verzweifelungstat? Vielleicht haben ja Sie diese Ermittlungsergebniss in der "Tagesschau" oder bei "heute" bzw. in den überregionalen Mainstreammedien mitbekommen. Ich nicht ....
In der Nacht vom 01.zum 02.12. hat ein angeblich 17-jähriger aus Guinea eine 21-jährige in Celle auf offener Straße niedergestochen und schwer verletzt.  "Tageschau" und "heute" ? Fehlanzeige. Falscher Täter und lokales Ereignis. Aber vielleicht macht Maischberger eine Sondersendung....

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Die Debatte - "Das Spanien von heute ist die Schande Europas"

Seit drei Jahrhunderten unterdrückt Kastilien die Katalanen. Was als Bündnis auf Augenhöhe begann, endete in Zentralismus und kultureller Bevormundung: Plädoyer für eine Scheidung – auch wenn sie vorläufig verschoben wurde
Von Albert Sanchez Pinol im Focus 42/2017
Können Sie sich das vorstellen: eine Menschenmenge, die Schlange steht, nur um ihr Grundrecht auf freies Wählen auszuüben? Und stellen Sie sich weiter einen Staat vor, der diese Leute bedroht und behauptet: „Wählen ist illegal.“ Und der schickt dann angesichts der demokratischen Sturheit der Bevölkerung Abertausende Polizisten los, um die Wahlurnen zu beschlagnahmen. Stellen Sie sich schließlich die Bürger vor, wie sie friedlich die Wahllokale verteidigen und zur Gewaltlosigkeit aufrufen, bis sie von Spezialeinheiten angegriffen werden, die die Urnen mitnehmen und über 800 Zivilisten verletzen. Nein, Sie brauchen sich das gar nicht alles vorzustellen: So unglaublich es erscheinen mag, all das ist bereits geschehen, am 1. Oktober 2017, im Herzen Europas. In Katalonien. Bis ins 15. Jahrhundert war Katalonien ein unabhängiges Königreich.
Dann aber kam es den katalanischen und kastilischen Dynastien in den Sinn, sich zusammenzuschließen, und zwar per königlicher Hochzeit.

Donnerstag, 14. September 2017

Flüchtlingskrise in den Medien

Am Montag, 24.07.2017, sollte eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung unter dem Titel: Tagesaktueller Journalismus zwischen Meinung und Information veröffentlicht werden. Die ZEIT-Online hat allerdings bereits 3 Tage vorher die Studie kommentiert und daraufhin haben andere Oppositionsmedien nachgezogen. In den betroffenen „Mainstreammedien„ ist davon bisher kein Wort zu finden. Hier ein paar Quellen, in denen die Studie kommentiert wird.
Flüchtlinge in den Medien: Mit dem Strom
Eine Studie beleuchtet die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise. Ihr Ergebnis: Zeitungen waren eher Volkserzieher als kritische Beobachter. Stimmt das?
Es ist das Migrationsjahr 2015, und die wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands verwandeln sich in Volkserziehungsbroschüren. Die Journalisten kontrollieren nicht mehr das Handeln der Politik, sie kontrollieren das Denken der Bürger. Und weil die Lebenswirklichkeit ebenjener Bürger die Redakteure nur beim Beifallklatschen für die Regierung irritieren könnte, kommt sie in den Blättern gar nicht erst vor.
Was sich liest wie eine Wutrede von "Lügenpresse"-Rufern, scheint jetzt eine Studie der Hamburg Media School und der Uni Leipzig zu belegen: In der Flüchtlingskrise, so ihr Fazit, haben wichtige deutsche Medien versagt. Statt einen offenen Diskurs zu ermöglichen, haben sie ihn erstickt.
Medien und Flüchtlinge - Die Erfindung der Willkommenskultur
Eine Studie untersucht die Rolle der Medien während der Flüchtlingskrise. Das erschreckende Ergebnis: Die Medien machten sich zum Sprachrohr der politischen Elite und ignorierten die Sorgen der Bevölkerung. Die Folgen sind verheerend, nicht nur für den Journalismus
Studie zur Flüchtlingskrise - Deutsche Presse versagte
Mit ihrer einseitigen Berichterstattung über die Flüchtlingskrise von 2015 haben die deutschen Zeitungen zur Polarisierung der Gesellschaft beigetragen. Das sagt der Publizistikprofessor Michael Haller.
Eine bittere Bilanz zur Berichterstattung über die Flüchtlingskrise vor zwei Jahren zieht der Publizistikprofessor Michael Haller in einer Studie, die seit Freitag öffentlich zugänglich ist. Er analysierte 35 000 Artikel, die in deutschen Presseerzeugnissen erschienen, und bekräftigt auf wissenschaftlicher Basis das, was auf dieser Seite bereits 2015 kritisch vermerkt wurde: die Journalisten verloren die kritische Distanz, wurden zu Stimmungsmachern und vernachlässigten damit eine ihrer fundamentalen Aufgaben, nämlich Ereignisse möglichst genau und unvoreingenommen darzulegen. Die Presse habe, so Haller, grossenteils die Perspektive der politischen Elite übernommen und bis zum Spätherbst 2015 die «Sorgen, Ängste und auch Widerstände eines wachsenden Teils der Bevölkerung» kaum aufgegriffen. Wenn die Kommentatoren es doch taten, dann «in belehrendem oder auch verächtlichem Ton». Wer Skepsis anmeldete, sei der Fremdenfeindlichkeit verdächtigt worden. Durch die Ausgrenzung der Andersdenkenden hätten die Journalisten zur sozialen Polarisierung beigetragen. Deswegen sei das Misstrauen gegenüber Medien gewachsen. Ob der Schaden behebbar sei, sei offen.
Die Medien, Echokammer der Guten
Laut Studie hatten zum sogenannten „Flüchtlingsthema“ die sogenannten „Mainstream-Medien“ vollständig die Meinung der politischen Parteien übernommen. Auf diese Weise ist die „Willkommenskultur“ zu einem quasi religiösen Erlösungsbegriff verkommen. Eine kritische Begleitung der Politik gab es deshalb nicht, weil die Medien-Klasse einfach der gleichen Meinung wie die politischen Parteien war. Und warum? Ganz einfach, weil sich das Personal von Politik und Medien aus einer Kaste mit denselben ideologischen Glaubenssätzen rekrutiert.

Freitag, 8. September 2017

Politiker "entsorgen": Die Scheinheiligkeit der Medien

Die "entsorgte" Nation
Thomas Fischer, der sich in sein Amt als Vorsitzender Richter am 2. Strafsenat des Bundes- gerichtshofes eingeklagt hatte (Rechtsstreit um die Stelle des Senatsvorsitzenden), besitzt nicht nur eine erstaunliche körperliche Ähnlichkeit mit Dorfrichter Adam, er schreibt auch ellenlange, adipöse, nicht zu Ende gedachte und logorrhoeische Texte zu Rechtsfragen im Alltag.
Lesen Sie hier: Die entsorgte Nation