Donnerstag, 21. Juni 2018

Hamed Abdel-Samad schreibt an Frau Merkel

12 versäumte Jahre
Hamed Abdel-Samad schreibt an Frau Merkel          
Mo, 11. Juni 2018
In einem offenen Brief richtet Hamed Abdel-Samad eindringliche Worte an Angela Merkel. Auf Tychis Einblick sind sie dokumentiert. Ich veröffentliche sie hier:
Zwölf Jahre nach ihrer Festellung des Scheiterns von Multikulti nach keinem neuen Konzept zu suchen, geschweige eines zu finden und zu verwirklichen, hält der engagierte Islam-Kenner Angela Merkel vor. Hamed Abdel-Samad schreibt heute bei Facebook:
„Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sie wollen nach dem Mord von Susanna die Integration mehr ernst nehmen, sagten Sie gestern bei Anne Will. Erstens, Sie hätten die Integration mehr ernst nehmen müssen als Sie vor vielen Jahren Multikulti für gescheitert erklärt haben. Denn wenn ein Projekt scheitert braucht man ein neues Projekt oder zumindest ein neues Konzept. Beides haben Sie nach 12 Jahre Regierung nicht zustande gebracht.
Zweitens, hat der Mord von Susanna nichts mit mangelnder Integration zu tun, denn der Täter hätte von Anfang an keinen Anspruch gehabt, Deutschland zu betreten, und hätte nach der Ablehnung seines Antrags das Land verlassen müssen. Das gilt auch für den Fall Anis Amri und für viele der Täter der Silvesternacht in Köln und viele andere frühere und zukünftige Täter, die immer noch unter uns leben.
Es ist Zeit, dass Sie handeln, Frau Merkel. Floskel, wie „Wir schaffen das“ oder „Wir müssen genauer hinschauen“ reichen nicht mehr aus. Die Grenzöffnung war Ihre Entscheidung, die Sie weder mit dem Parlament noch mit den Bürgern dieses Landes noch mit den europäischen Partnern ausgehandelt haben. Man kann verstehen, dass Sie damals unter Zeitdruck standen oder emotional ergriffen waren von den Bildern aus Ungarn. Aber Sie wurden nicht gewählt, um das Leid der Welt zu lindern, sondern um Schaden von Deutschland abzuwenden und um seinen Nutzen zu mehren. Erklären Sie uns, wie sie dies mit der Grenzöffnung geleistet haben!
Sie haben die Gefahren unterschätzt, die mit dieser Entscheidung verbunden waren. Die Gegner dieser Entscheidung haben Sie mit dem Satz erpresst „Das wäre nicht mein Land“. Drei Jahre sind vergangen seit Beginn der Krise, auch viel Zeit seit die Ereignisse von Köln und dem Anschlag von Berlin, und es liegen immer noch keine Konzepte vor, wie Ihre Regierung mit diesen Phänomenen umgehen kann. Sie haben sowohl die Flüchtlinge als auch die Aufnahmefähigkeit Ihrer eigenen Bevölkerung unterschätzt. Sie haben sich auf die Einschätzung von Beratern und Studien verlassen, die die Lage nur kleinreden oder beschönigen und haben sich nie mit den Kritiker Ihrer Flüchtlingspolitik ernsthaft auseinandergesetzt. Sie und Ihre Berater sahen sich als die Guten und der Rest war Dunkeldeutschland. Einer Dame, die Ihnen von Ihrer Angst vor den Entwicklungen erzählte, sagten Sie, sie solle häufiger in die Kirche gehen und mehr Weihnachtslieder singen. Ist das alles, was ein Bürger von seiner Kanzlerin in Zeiten der Unsicherheit hören will?
Wir erwarten von Ihnen, Frau Bundeskanzlerin, klare Konzepte, damit sich das Leid von den Opfern von Berlin, Kandel, Freiburg, Wiesbaden und anderswo nicht noch einmal wiederholt. Wenn Sie diese Konzepte nicht haben, dann zeigen Sie Größe und übergeben Sie die Verantwortung an jemandem der es kann! Sie waren und sind nicht alternativlos!“

Mittwoch, 11. April 2018

Hartz IV

Hartz IV: Spahn hat Recht ! 
Eigentlich wollte ich mich zu dem Thema nicht mehr äußern, zumal ich mich dazu 10/2012 schon mal ausführlich eingelassen habe. 
Aber die Serie in Focus-Online „Armut in Deutschland“ enthält derart viele „Fake News“, Halbwahrheiten und Verdrehungen, dass ich meine Berechnungen von damals auf den neuesten Stand  gebracht habe.
Demnach muss ein Alleinverdiener, verheiratet, 2 Kinder ( 14 und 16) in Deutschland inklusive Kindergeld 2938,- Euro monatlich Brutto verdienen, um Netto genau so viel Geld zu haben wie eine Hartz-IV-Familien, denen die Steuerzahler monatlich ca. 2260 Euro inklusive Kaltmiete, Heizung pp. zur Verfügung stellen. Zulagen für oder die Übernahme von Neuanschaffungen für notwendigen Hausrat nicht mitgerechnet. Dazu einen Berechtigungs-schein für die "Tafel". Und die sollen als arm gelten?
Wobei bisher Niemand hinterfragt hat, warum ein Hartz IV-Empfänger für die gleichen Kinder 316 Euro im Monat erhält, während ein Arbeitnehmer nur 194 Euro Kindergel  bekommt. Im Gegenteil. Es wird gejammert, dass das Kindergeld mit der Regelleistung für Kinder verrechnet wird.
Es wäre ein Leichtes für die Journaille, dieses nachzurechnen und zu publizieren. Aber das passt natürlich nicht in den links/grünen Mainstream.
Die Summe glauben Sie nicht? Dann können Sie unten nachrechnen und mich widerlegen.

In diesem Sinne hat sich auch der Bund der Steuerzahler geäußert "Hartz-IV-Debatte - Steuerzahlerbund mahnt an: Hartz IV bringt oft mehr Geld als ein Job 
Anmerkungen zur Debatte um das Grundeinkommen: Je höher Hartz IV, um so mehr Hartz IV-Empfänger 
Untenstehend habe ich Hartz IV-Aufwendungen und Arbeitseinkommen pro Monat gegenübergestellt.


Hartz IV laut Rechner mit Mehrbedarf

Arbeitnehmer laut Rechner
Hartz IV-Rechner


Regelsatz 2 Personen
       748,00 €

Gehalt

2.550,00 €
Regelsatz Kind 14-17
       316,00 €

Kindergeld 14-17
   194,00 €
Bildungspaket  *                 ca.                  
         30,00 €

Bildungspaket
        0,00 €
Regelsatz Kind 14-17
       316,00 €

Kindergeld 14-17
    194,00 €
Bildungspaket  *                ca.       
         30,00 €

Bildungspaket
        0,00 €
Kalt Miete  4 Personen 90 m2 (8 €/m2)
       720,00 €

Kalt Miete 4 Personen 90 m2
        0,00 €
Heizung/Wasser    ca             
       100,00 €

Heizung/Wasser
        0,00 €


    2.260,00 €



 2.938,00 €
Abzüge



Abzüge


Lohnsteuer

0,00 €

Lohnsteuer

       93,50 €
Soliddarzuschlag
           0,00 €

Solidaritätszuschlag
         0,00 €
Arbeitslosenversicherung
0,00 €

Arbeitslosenversicherung
       37,50 €
Krankenversicherung
0,00 €

Krankenversicherung
     214,20 €
Pflegeversicherung
0,00 €

Pflegeversicherung
       38,89 €
Rentenversicherung
0,00 €

Rentenversicherung
     237,15 €
TV-Gebühren
0,00 €

TV-Gebühren
       17,10 €
Telefon Festnetz
0,00 €

Telefon Festnetz                 ca.
       30,00 €
Aufwand für Hartz IV-Familie
    2.260,00 €

Netto inkl. Kindergeld
  2.269,66 €
Dazu ÖPNV frei
 ?

ÖPNV

 ?
* Schulbücher 100 €/Jahr, Schulessen, Ausflüge,


Klassenfahrten, Sportverein

Mittwoch, 14. März 2018

Fake News. 6000 Tote durch Stickoxide - Kein einziger Dieseltote wirklich nachweisbar

Zum Vergrößern bitte Bild klicken
Frankfurter Rundschau: Autoabgase
6000 Tote durch Stickoxide
Stickoxide: 6000 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen jährlich auf Kosten der Schadstoffe.... ???
        
Am Wochenende (09.03.2018) stürzten sich die meisten Medien auf eine Studie des Umweltbundesamtes zur Auswirkung von Stickoxiden auf die Gesundheit. Einige verstiegen sich in ihren Überschriften sensationsheischend zu der Feststellung, dass erhöhte Stickoxidbelastungen 2014 zu 6000 Toten geführt haben sollen. Erst im Text wurde dann deutlich, dass die Studie aussagt, dass an Herzkreislauf Problemen Erkrankte VORZEITIG ! versterben können.
Und was vorzeitig heißt, ergibt sich aus obiger Tabelle der Studie.
Demnach steigt das Lebenszeitrisiko durch Stickoxide. Es verkürzt sich die Lebenszeit (Years of Life Lost –YLLS-) je 100.000 Einwohner in Deutschland durchschnittlich um 88 Jahre. Hört sich erst einmal gewaltig an. Bricht man das dann auf den Einzelnen herunter, werden daraus 8 Stunden Verlust an Lebenszeit - (88x365x24)/100.000 )= 7,71-. Das heißt nichts anderes, als dass sich das Risiko, durch die Aufnahme von Stickoxiden zu sterben, dermaßen erhöht, dass man statt um 22:00 Uhr um 14:00 Uhr verstirbt !!!
Und daraus machen Medien reißerisch 6000 (vorzeitige) Tote 2014 durch Dieselabgase
Hier nur ein paar weitere Schlagzeilen:
Richtiger:

Sonntag, 25. Februar 2018

SPIEGEL: Misstrauen gegen die Medien

SPIEGEL Ausgabe 9/2018 
Misstrauen gegen Medien"...dass ich ständig belehrt werde, was ich zu denken habe" 
Unter Gebildeten wächst die Wut auf die etablierten Medien - auch auf den SPIEGEL. Zu recht? Von Isabell Hülsen Sonntag, 25.02.2018 08:16 Uhr
Artus Krohn-Grimberghe ist ein kluger Kopf. Aber die "FAZ" liest er schon lange nicht mehr. Den SPIEGEL hat er vor fünf Jahren abbestellt. Die "Tagesschau" guckt er nur noch ab und zu im Netz. Mit allen dreien ist er groß geworden, "mediale Institutionen" waren das einmal für ihn. Doch das ist vorbei. Mit den deutschen Mainstream-Medien sei er durch, sagt Krohn-Grimberghe. 
Krohn-Grimberghe, 37 Jahre alt, blondes Haar, randlose Brille, Jeans und Rolli, ist seit fünf Jahren Junior-Professor an der Universität Paderborn. Sein Fachgebiet heißt "Analytische Informationssysteme und Business Intelligence", maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz also. Rationaler geht es kaum, 
Aber wenn er über Medien redet, wird Krohn-Grimberghe zornig. "Ich finde es widerlich, dass ich ständig belehrt werde, was ich zu denken habe", sagt er.
Die Stationen seiner Entfremdung kann Krohn-Grimberghe genau benennen: die Berichterstattung über das Schuldendrama in Griechenland, die Flüchtlingskrise, die Debatte um den Atomausstieg. Was er in den deutschen Medien darüber gelesen und gesehen habe, "hat mehr mit Wunschdenken zu tun als mit der Realität", sagt er.