Sonntag, 17. März 2019

Politiker verkaufen uns für dumm

Das passt zu den Aussagen von Maaßen
Ökonom Daniel Stelter im Interview mit FOCUS Online
Das Märchen vom reichen Deutschland: "Politiker verkaufen uns für dumm !"
Was läuft in Deutschland schief? Vieles, sagt Srategieberater Dr. Daniel Stelter, der am Dienstag, 19.02.2019 bei Markus Lanz war. Im Interview mit FOCUS Online erläutert der Finanzexperte, was bei den Renten falsch läuft und warum Politiker nur Klientelpolitik betreiben.
Ökonom Daniel Stelter bei „Markus Lanz“
Der gestrige TV-Auftritt von Wirtschaftsökonom Daniel Stelter schlägt hohe Wellen. FOCUS Online hatte bereits im Vorfeld mit ihm gesprochen und er untermauerte seine Vorwürfe, dass die Politiker in Deutschland so tun, als hätten sie einen Geldspeicher im Keller.
Der gestrige TV-Auftritt von Wirtschaftsökonom Daniel Stelter schlägt hohe Wellen. FOCUS Online hatte bereits im Vorfeld mit ihm gesprochen und er untermauerte seine Vorwürfe, dass die Politiker in Deutschland so tun, als hätten sie einen Geldspeicher im Keller.
Was läuft in Deutschland schief? Vieles, sagt Strategieberater Dr. Daniel Stelter, der am Dienstag zu Gast bei „Markus Lanz“ war. Im Interview mit FOCUS Online erläutert der Finanzexperte, was bei den Renten falsch läuft und warum die Politiker nur Klientelpolitik betreiben.
Was läuft in Deutschland schief? Vieles, sagt Strategieberater Dr. Daniel Stelter, der am Dienstag zu Gast bei „Markus Lanz“ war. Im Interview mit FOCUS Online erläutert der Finanzexperte, was bei den Renten falsch läuft und warum die Politiker nur Klientelpolitik betreiben.
Was läuft in Deutschland schief? Vieles, sagt Strategieberater Dr. Daniel Stelter, der am Dienstag zu Gast bei „Markus Lanz“ war. Im Interview mit FOCUS Online erläutert der Finanzexperte, was bei den Renten falsch läuft und warum die Politiker nur Klientelpolitik betreiben.
Neue Zürcher Zeitung:
Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maassen hat in Köln vor Mitgliedern der konservativen «Werteunion» die erste Rede seit seinem Rauswurf gehalten. Er warnte vor einer Radikalisierung der Gesellschaft und übte scharfe Kritik an den deutschen Medien und einem früheren Vorgesetzten.
WELT:
"Ich bin der Meinung, dass Loyalität gegenüber unserem Staat, unserer Verfassung und vor allem gegenüber unseren Bürgern stärker sein muss als gegenüber einer Partei, auch der CDU"
"....Zugleich las er den Parlamentariern der großen Parteien die Leviten. Tenor: Viele Abgeordnete hätten nie etwas anderes gelernt als Politiker zu sein. Nach dem Studium gehe es direkt in die Parteikarriere. Deshalb verfüge der Durchschnittsabgeordnete auch über keine berufliche Alternative, als weiter auf´s Mandat zu schielen.
Sein Fazit: Wer nicht Parteilinie spurt, der verliert seinen Abgeordnetenstatus. Wer wollte da schon gegen die von vorgegebene Linie rebellieren? "Der Abgeordnete ist eher seiner Partei oder der Kanzlerin verpflichtet, als der Bevölkerung", so Maaßen All diese Missstände führten dazu, dass der Normalbürger, dass der Normalbürger das Vertrauen in den Staat verlöre".
Tichys Einblick
Hans-Georg Maaßen, der wegen seiner Relativierung der angeblichen „Hetzjagden“ von Chemnitz gefeuerte frühere Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, ist erstmals wieder öffentlich aufgetreten. Wir dokumentieren seine Ausführungen auf einer Veranstaltung der „WerteUnion“

Donnerstag, 10. Januar 2019

Die herrschende Klasse

Die herrschende Klasse

In meinem letzten Beitrag des alten Jahres habe ich den Begriff der "herrschenden Klasse" benutzt. Das führte zu einigen Anmerkungen und Nachfragen bei den Leserzuschriften. Ich möchte den Begriff kurz erläutern.
Um sich der herrschenden Klasse anzunähern, kann man den Umweg über einen Karl Marx zugeschriebenen Satz nehmen (den er aber so nie gesagt hat): „Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden." Der Satz wirft zumindest ein Licht auf die Bedeutung einer unabhängigen Presse, die im Idealfall eben nicht die Meinung der Herrschenden perpetuieren sollte. Gleichzeitig deutet der Satz an, dass man auf eine unabhängige Presse nicht unbedingt hoffen sollte.
Definieren wir also die Vertreter der herrschenden Meinung als die herrschende Klasse, dann gehört zwangsläufig die Gegenseite dazu, nämlich die Klasse der Beherrschten. In der Theorie der Demokratie ist die Vertreterin der beherrschten Klasse die Opposition. Da sie nicht über die geeigneten Macht- und Meinungsmittel verfügt, ist ihr schärfstes Schwert die Moral. Die beherrschte Klasse kann die herrschende Klasse nur mit dem Instrument des moralischen Vorwurfs vor sich hertreiben und in die gewünschte Richtung lenken. Deswegen ist die vierte Säule der Demokratie, die freie Presse, so eminent wichtig.

Auf dem Gipfel deutscher Schizophrenie

Auf dem Gipfel deutscher Schizophrenie

Am letzten Tag des Jahres 2018 ging ich durch die Kölner Innenstadt, die sich gerade für die Silvesterfeierlichkeiten rüstete. Es war eben jene Innenstadt, die letztmalig international für Aufsehen sorgte, als eine Kompanie Deutschen- und Frauenhasser am Silvesterabend 2015 den Dom pünktlich zur 18 Uhr Messe völlig ungehindert mit Böllern und Feuerwerk beschießen und wenige Stunden später die öffentlichen Feierlichkeiten auf der Domplatte in einen Spießrutenlauf aus Raub und Vergewaltigung für Frauen und ihre Begleiter umfunktionieren konnte. Wenn es nach dem WDR und dem Spiegel gegangen wäre, würden wir bis heute über diese kleinen Unpässlichkeiten gar nichts erfahren haben, denn die gab es immer schon, und bekanntlich ist auch das Oktoberfest nichts anderes als eine fortwährende Vergewaltigungssause.
Am 31. Dezember 2018, also drei Jahre später, hat sich die Kölner Innenstadt zu einer Hochsicherheitszone verwandelt. Überall stehen Einlasstore und schwere Metallzäune, die pünktlich zu den Feierlichkeiten den Bereich um die Domplatte in eine Art Staatsbesuch für Erdogan verwandeln werden. Schusssichere Westen und Riesen-Polizeiaufgebot inklusive. Noch nie war öffentliches Feiern so angespannt und gemeingefährlich wie heute in diesem Land, in dem wir gut und gerne leben. Von Betonpoller-bewährten Weihnachtsmärkten, über Hochsicherheits-Silvesterfeiern bis zu Bürgerkriegs-schutzbedürftigen Karnevals- und Faschingsumzügen rüstet sich Deutschland allenthalben auf und badet aus, was Grenzschutz einst und weiterhin versäumte.

Das Elend der Eliten

Das Elend der Eliten

Nach einem ereignisreichen Jahr, das den Staatsbürgern, also dem „Souverän“ wirklich nicht den Eindruck vermittelte, souverän regiert worden zu sein, stellt sich die Frage nach den Hoffnungen für 2019. Wer bildet die politische Spitze des Landes und entscheidet über den Kurs? Ein Blick zurück: In der Vorzeit der Sippengesellschaften bildeten die Alten und Weisen einen Rat und trafen die oftmals existenziellen Entscheidungen für die ganze Gruppe. Zugegeben, es waren fast immer alte Männer, meist auch weiße. Aber ihre Lebensweisheit, oft auch die spezielle Bildung schafften Ansehen und Autorität, was die Sippe folgen ließ.
Die Bedingungen sind heute andere. Bei uns hat eine Rekordzahl von 709 Abgeordneten ein bezahltes Mandat im Bundestag inne. Wie bei vielen Verwaltungen auch ist hier eine kritische Grenze überschritten, so dass Input von außen nicht mehr nötig und eher störend ist bei der Beschäftigung mit sich selbst. Es gilt, parlamentarisches Handwerk auszuüben. Zu argumentieren und euphemisieren, zu netzwerken in den eigenen Echokammern und zu intrigieren, tricksen, täuschen und skandalisieren, ganz überwiegend in strenger Fraktionsdisziplin. Die postulierte Verpflichtung dem eigenen Gewissen gegenüber ist schon deshalb fraglich, weil solches in vielen Fällen nur unzureichend vorhanden ist.

Sippe und Parlament

Ob unsere Abgeordneten eine Elite im Wortsinn sind, ist eine weitgehend offene Frage, auf jeden Fall gehören sie nicht zum intellektuellen und finanziellen Prekariat im Lande. Das qualitäts- und leistungsunabhängige Einkommen beträgt 9.541,74 Euro monatlich plus 4.318,38 steuerfrei, es erhöht sich automatisch, weitere Zahlungen und Privilegien seien hier großzügig übergangen. Im Hintergrund wachsen die Parteifinanzen kräftig mit.

Sonntag, 6. Januar 2019

Guter Konter
Dazu passt auch: WELT - Wenn Journalisten die Demokratie verächtlich machen
"...Eine als Geschichte ständigen Versagens erzählte Tagespolitik, als Abfolge von lächerlichen oder unfähigen Charakteren, erzeugt ein Gefühl, das Martin Seligman als „gelernte Hilflosigkeit“ beschrieben hat. Frustration kann Wut und Aggression zur Folge haben. Ständig erneuerte Untergangsnarrative sind der ausgebreitete rote Teppich, den Populisten beschreiten, um unsere demokratische Gesellschaftsordnung insgesamt als Wegwerfmodell darzustellen"....
"Relotius schrieb, was man hören wollte, er log vor, was seine Vorgesetzten und Kollegen bereits glaubten"